Mit großem Unverständnis informiert das Bezirksamt Pankow von Berlin über die mutwillige Zerstörung eines erst in diesem Jahr gepflanzten Jungbaums am Teutoburger Platz. Bei dem Baum handelt es sich um eine Baumhasel (Corylus colurna), die im Rahmen der laufenden Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Aufwertung öffentlicher Grünflächen neu gesetzt worden war.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Baum von bislang unbekannten Personen vorsätzlich abgesägt. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 3.000 Euro. Neben dem rein finanziellen Verlust wiegt insbesondere der ideelle Schaden schwer: Jeder neu gepflanzte Baum stellt einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel, zur Verbesserung der Luftqualität sowie zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum dar.
Trotz der angespannten Haushaltslage wird eine Neupflanzung des Baumes angestrebt. Diese steht jedoch unter dem Vorbehalt der verfügbaren finanziellen Mittel.
Das Bezirksamt hat Strafanzeige erstattet und setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Manuela Anders-Granitzki, zuständige Bezirksstadträtin appelliert eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, öffentliche Grünanlagen zu respektieren und zu schützen:
„Der erneute Baumfrevel ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein gezielter Angriff auf unsere Lebensqualität, unser Stadtbild und das Eigentum der Allgemeinheit. Wer mit einer Säge loszieht, um junge Bäume im öffentlichen Raum zu zerstören, handelt vorsätzlich und mit erschreckender Gleichgültigkeit gegenüber unserer Umwelt und den Bürgerinnen und Bürgern dieses Bezirks. Jeder abgesägte Baum bedeutet nicht nur den Verlust von Grün, Schatten und Lebensraum, sondern verursacht auch ganz konkret finanziellen Schaden, der am Ende von uns allen getragen werden muss. Das ist verantwortungslos und inaktzeptabel. Ich erwarte, dass diese Taten mit aller Konsequenz verfolgt und geahndet werden."